2010 findet in Südafrika die nächste Fussballweltmeisterschaft statt.
Das Land hat eine bewegte Geschichte. Erst im Jahr 1994 löste die Demokratie als politisches System die Apartheid ab. Die Apartheid wurde nach dem Ende des 2. Weltkriegs durch die weiße Minderheit in dem Land errichtet. Sie bedeutete, dass das Land und das alltägliche Leben streng nach Hautfarben getrennt wurden. Schwarze und auch Farbige durften kaum am wirtschaftlichen Reichtum des Landes teilnehmen. Angestrebt wurde eine dauerhafte Abschiebung aller Schwarzen und Farbigen in gesondert dafür ausgewiesene Gebiete. Das führte dazu, dass ein großer Teil der etwa 49 Mio. zählenden Bevölkerung von Südafrika in Armut leben mussten.
Das hat sich bis heute kaum geändert.
Die Nachwirkungen der Apartheid sind in Südafrika immer noch deutlich spürbar. Es gibt große soziale Probleme. Große Teile der Bevölkerung leben in Townships - Armenvierteln - außerhalb der Städte. Das sind Wohnviertel, in denen nicht nur die Lebensstandards sehr niedrig sind, sondern auch die Mehrheit der Einwohner in Armut lebt. Die Arbeitslosenquote liegt bei 23 Prozent und die Bewohner der Townships haben oft keine Möglichkeit, Anschluss an die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten des südafrikanischen Staates zu finden. Das führt dazu, dass die Kriminalitätsraten enorm ansteigen.
Fussball ist für die arme Mehrheitsbevölkerung in Südafrika die Sportart Nummer Eins!
Die Erfahrung zeigt, dass Sport nicht nur ein gesellschaftliches Bindeglied sein kann, sondern auch als Katalysator für Frustration, Perspektivlosigkeit und Armut eine wichtige Rolle spielt. Sport schweißt Menschen zusammen, wirkt Kriminalität entgegen und wirkt sich insgesamt positiv aus!
Dennoch sieht die Realität so aus, dass die meisten in Armut lebenden Jugendlichen keine Möglichkeit haben, ihrem Hobby nachzugehen. Ihnen fehlt schlichtweg das Equipment, um vernünftig Fussball spielen zu können. Das geht schon bei den Bällen los. Wer keinen Ball hat, kann kein Fussball spielen. Weiter geht es mit Trikots, Hosen, Schuhen, Stutzen, Schonern und allem, was zum Fussball sonst noch dazugehört.
Die Initiative "Fussball als Chance" möchte diesen Zustand verändern helfen!